Wespen

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Wespen


In den Sommermonaten ist es nichts Ungewöhnliches, von der einen oder anderen Wespe belästigt zu werden. Wenn Sie sich vom nahenden Insekt nicht aus der Ruhe bringen lassen, haben Sie aber üblicherweise keinen Angriff zu befürchten.

Anders sieht es allerdings aus, wenn Sie im Haus oder im Garten gleich ein ganzes Nest entdecken – dann sollten Sie sich an einen professionellen Fachbetrieb wenden, der das Wespennest entweder entfernt oder umsiedelt.

Für Allergiker und Kleinkinder kann die Wespe durchaus eine Gefahr darstellen.

Nützliche Wespe dezimiert Bestand


Genau wie die Hornisse ist die Wespe eigentlich ein nützliches Insekt: Weil es sich – anders als beispielsweise die Biene – um einen Fleischfresser handelt, reduziert sie den Bestand der übrigen Insekten im Garten – Mücken und Bremsen sind zumeist deutlich lästiger.

Die Kehrseite: Wespen interessieren sich auch für den gut gedeckten Mittagstisch. Um keine Wespen anzulocken, sollten Sie Speisen sorgfältig abdecken. Übrigens interessieren sich nur zwei Wespenarten für Süßigkeiten und gelöste Getränke: Die Gemeine und die deutsche Wespe. Weil es sich dabei aber um hierzulande sehr häufig anzutreffende Arten handelt, sollten Sie insbesondere bei Getränken entsprechend vorsichtig sein.

Wird eine Wespe verschluckt, ist unbedingt der Notarzt zu rufen. Der Grund für einen Wespenbefall dürfte in den süßen Speisen allerdings kaum bestehen. Wespen bauen sich ihr Nest dort, wo sich vor allem vor Regen und Angreifern geschützt anbringen lässt. Im Vergleich zu Bienen sind die Wespen allerdings weniger wählerisch, weil der Bau durch eine Hülle geschützt wird. Diese papierartige Hülle, die aus trockenem und morschem Holz hergestellt wird, ist auch eines der charakteristischen Merkmale des Wespennestes. Typisch ist eine Anbringung unter geschützten Vordächern oder auf Dachböden – was wiederum dafür sorgt, dass sich das Nest in unmittelbarer Nähe zu den Bewohnern des Hauses befindet.

Entfernung des Wespennestes in eigener Regie nicht zulässig


Ist dies der Fall, sollte eine Entfernung in Betracht gezogen werden. Aus rechtlichen Gründen ist es aber nicht zulässig, dass Sie dafür selbst sorgen.

Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass alle wildlebenden Tiere – wozu auch die Wespen zählen – in ihrer Entwicklung nicht gestört werden dürfen, wenn dafür kein triftiger Grund vorliegt. Ein solch triftiger Grund könnten beispielsweise kleine Kinder oder Allergiker im Haushalt sein. Bei kleinen Kindern ist es vor allem der wenig verantwortungsvolle Umgang mit den stechenden Insekten, der Eltern beunruhigt.

Befindet sich eine Wespe in unmittelbarer Nähe, ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen oder hektisch nach ihr zu schlagen. Außerdem sollten Sie es vermeiden, Wespen zu vertreiben, indem Sie sie anpusten. Der Grund: Das Kohlendioxid der Atemluft sorgt dafür, dass die Insekten aggressiver werden.

Für Allergiker ist der Wespenstich nicht nur unangenehm, sondern je nach Ausprägung richtiggehend gefährlich. Ob eine allergische Reaktion vorliegt, erkennen Sie am besten daran, dass die Symptome erheblich stärker ausfallen als üblich.

Nach einem Wespenstich entstehen eine schmerzhafte Rötung sowie eine Schwellung um die Stichstelle herum. Der Durchmesser dieser Schwellung wird üblicherweise 10 cm nicht überschreiten, zudem sollten die Symptome innerhalb eines Tages abklingen. Typisch für den Allergiker sind nicht nur deutlich stärkere Reaktionen um den Stichbereich, sondern auch Symptome wie Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Blutdruckabfall oder gar Atemnot. Auch Reizungen fernab des Einstichs deuten darauf hin, dass der Organismus allergisch auf das Insektengift reagiert.

Grundsätzlich sollte allerdings beachtet werden, dass der Stich der Wespe weniger problematisch ausfällt, als jener der Biene. Im Unterschied zur Biene stirbt die Wespe nicht nach dem Stich, folglich wird auch nicht das gesamte Gift injiziert.

Wespen betäuben Insekten mit Gift


Dass die Wespe im Gegensatz zur Biene einen Stich überlebt, hat einen einfachen Grund: Die Biene nutzt den Stachel lediglich um das Nest vor Angreifern zu verteidigen. Für sie selbst endet diese selbstlose Verteidigungsmaßnahme bekanntermaßen tödlich.

Bei Wespen wird der Stachel nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zum Töten anderer Insekten verwendet. Beutetiere wie Fliegen oder Heuschrecken werden durch den Stich paralysiert und kampfunfähig gemacht – dann ist es einfach, die Tiere in das Nest zu tragen. Für die Insekten wäre auch eine kleinere Menge Gift ausreichend; dabei ist es aber gewollt, dass auch größere Tiere aufgrund der Schmerzen durch den Wespenstich ferngehalten werden.

Übrigens: Das gewebezersetzende Gift ähnelt dem Schlangengift, ist wegen der weitaus geringeren Menge für den Menschen allerdings zumeist ungefährlich.

Wie Sie bei einem Wespenstich vorgehen sollten


Sollten Sie trotz Vorsichtsmaßnahmen einmal von einem Wespenstich betroffen sein, sollten Sie versuchen das Gift aus der Wunde herauszudrücken. Je weniger Gift in den Blutkreislauf gelangt, desto schneller klingen Schwellung und Schmerzen wieder ab. Sofern Sie einen Saugstempel besitzen, können Sie das Gift der Wespe damit noch einfacher heraussaugen. Diese sind in Apotheken erhältlich. Mit dem Mund sollten Sie dieses allerdings keinesfalls probieren, weil das Gift ansonsten über die Schleimhäute viel weiter verteilen kann.

Sofern die Schwellung noch nicht eingetreten ist, kann es ratsam sein, die Stichstelle mit einem Waschlappen und heißem Wasser abzutupfen. Der Grund: Ab einer Temperatur von etwa 50 °C werden die Eiweiß-Moleküle des Giftes zersetzt, was die Wirkung mindert und für eine weniger große Schwellung sorgt.

Ist es zur Schwellung gekommen, sollten Sie durch kalte Kompressen für eine Kühlung sorgen.

Übrigens: Spucke gilt als Hausmittel, der menschliche Speichel sorgt für eine gewisse Neutralisierung des Giftes. Zu den weiteren Hausmitteln gehört ein Essigumschlag oder das Einreiben der Stichstelle mit einer aufgeschnittenen Zwiebel. Insbesondere bei einer stärkeren Reaktion auf den Stich der Wespe kann es sinnvoll sein, entzündungshemmende Salben aus der Apotheke aufzutragen.

Das Leben der Wespe


Auch wenn die Wespe aufgrund der Gefahr eines Stichs einen wenig guten Ruf genießt: Es handelt sich wie bei der Biene oder der Hornisse um eine beeindruckende Tierart.

Wie auch die Ameisen oder Bienen leben Wespen in einem großen Staat, der aus bis zu 7000 Tieren bestehen kann. Zu welcher Größe ein solches Wespennest maximal anwächst, hängt unter anderem von der genauen Wespenart ab. Den Grundstein für das Wespennest bildet die Königin, indem sie mit dem Bau beginnt und ihre Eier befruchtet. Dies ist möglich, weil die Königin über Samen-Vorrats-Taschen verfügt, in welchen sich Sperma aus dem Herbst des Vorjahres bevorraten lässt.

Jeweils ein Ei wird in jede Wabe gelegt; die daraus geschlüpften Larven werden mit einem nahrhaften Brei aus zerkauten Insekten gefüttert. Die Larven zahlen diese sorgsame Pflege gewissermaßen zurück, indem sie süße Tropfen absondern, die wiederum als Nahrung für die Königin dienen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Königin Pheromone verbreitet, die den Zweck haben, dass aus den Larven ausschließlich Arbeiterinnen entstehen. Aus biologischer Sicht besteht der wichtigste Unterschied zur Königin darin, dass Arbeiterinnen unfruchtbar sind und sich – wie der Name bereits zu erkennen gibt – ausschließlich um den weiteren Nestbau kümmern. Die Königin ist zu diesem Zeitpunkt nur noch damit beschäftigt, Eier abzulegen und den Wespenstaat weiter zu vergrößern.

Effiziente Aufgabenteilung im Wespenstaat


Damit ist die sinnvolle Aufgabenverteilung aber noch nicht abgeschlossen. Jedes Insekt in einem Wespennest hat eine spezifische Aufgabe zu erfüllen, die vom Bauen neuer Zellen über das Reinigen vorhandener Zellen bis hin zur Beschaffung der Nahrung sowie der Versorgung der Königin reichen.

Im Herbst sorgt wiederum eine Steuerung durch Pheromone dafür, dass die nächste Generation von Königinnen heranwächst. Die jungen Königinnen legen wiederum unbefruchtete Eier ab, aus denen sich befruchtungsfähige Männchen entwickeln – die sogenannten Drohnen. Von diesen Drohnen paaren sich einige mit den Königinnen des festen Staates, andere paaren sich auch mit Tieren aus einem anderen Wespenstaat. Unabhängig von dieser Frage haben aber alle Drohnen gemein, dass sie nach der Paarung sofort sterben. Dieses Schicksal steht auch der alten Königin, die den Wespenstaat einst gegründet hat, bevor, ebenso den Arbeiterinnen.

Die einzige Wespe, die den kommenden Winter überleben wird, ist die junge Königin, die in eine Winterstarre verfällt und im Frühjahr einen neuen Staat gründet. Dieser Vorgang wiederholt sich jedes Jahr, ein bereits genutztes Wespennest wird kein zweites Mal besiedelt.

Wespen als Drogenfahnder


Die Wespen unterscheiden sich dabei auch hinsichtlich der Größe. Bei der gewöhnlichen Wespe werden die Weibchen zwischen 16 und 19 mm groß, die Drohnen erreichen hingegen gerade einmal 13 bis 17 mm. Noch kleiner sind nur die Arbeiterinnen mit 12 bis 14 mm Länge.

In Indonesien wurde vor einigen Jahren allerdings eine Monsterwespe gesichtet, die eine Länge von bis zu 6 cm erreichen kann. Die Lebenserwartung beträgt bei den Arbeiterinnen nur etwa 30 bis 40 Tage, ein längeres Leben ist lediglich den Königinnen beschert. Diese Tatsache macht auch den Einsatz von Wespen als Drogenfahnder problematisch.

Tatsächlich ist es US-Forschern vor einigen Jahren gelungen, Sprengstoffe und Rauschgift mithilfe von Wespen ausfindig zu machen. Dabei wurde eine spezielle Wespenart dahingehend dressiert, dass bestimmte Gerüche mit Nahrungsquellen assoziiert werden. Danach wurden die Tiere in Plastikröhrchen eingesperrt. Wurde nun einer der antrainierten Gerüche wahrgenommen, bewegten sich die Insekten in die entsprechende Richtung. Das Plastikröhrchen funktioniert also gewissermaßen wie ein Navigationssystem.

Die geringe Lebenserwartung der Tiere sorgt aber letztendlich dafür, dass die Wespen immer wieder trainiert werden müssen – wenngleich dies nach Angaben der Forscher innerhalb von 5 Minuten erledigt sein soll.

Biene oder Wespe?


Die Honigbiene und die Wespe haben durchaus viele Gemeinsamkeiten, was insbesondere die soziale Struktur der Nester angeht – aber auch eine Reihe von Unterschieden. Während sich Bienen bekanntermaßen vom Eiweiß der Blütenpollen ernähren und damit gleichzeitig für die Bestäubung sorgen und Honig erzeugen, ernähren sich die Wespen von tierischem Eiweiß.

In beiden Fällen zeigt sich aber, dass die Tiere als Nutztiere zu betrachten sind, wenngleich dieser Aspekt bei der Biene sicherlich stärker ausfällt. Äußerlich lässt sich vor allem der Körperbau unterscheiden: Der Körper der Wespe erscheint schlanker und besitzt die „Wespentaille“ die es auch für die Beschreibung der weiblichen Figur in unseren Sprachgebrauch geschafft hat. Zudem verfügen die Wespen kaum über Behaarung, dafür deutlich sichtbare gelb-weiße Streifen. Die Honigbiene besitzt hingegen einen rundeten Körper ist deutlich behaart und dunkler gehalten.

Fazit: Die Wespe ist nützlicher als ihr Ruf vermuten lässt

So zeigt sich am Ende: In Hinblick auf Sozialstruktur, Nestbau und Organisation des Staates steht die Wespe der Biene kaum nach – und ist dennoch deutlich unbeliebter. Während die Biene für Honig sorgt und Pflanzen bestäubt, gilt die Wespe als nutzloses Insekt. Dabei wird der Nutzen der Wespe von den meisten Menschen deutlich unterschätzt, denn die Wespe hat es als Nahrungsquelle vor allem auf andere Insekten abgesehen. Damit sorgt sie dafür, dass wir weniger stark von den deutlich häufiger auftretenden Mücken geplagt werden.

Charakteristisch für die Wespe ist die schlanke Taille und der nackte Körper ohne Fell, welcher durch gelb-weiße Streifen deutlich sichtbar ist. Wespennester sind von Bienennestern leicht zu unterscheiden, weil sie mit einer Schutzhülle versehen sind und häufig frei an Vordächern oder Bäumen hängen. Im Unterschied hierzu sind Bienen auf eine äußere Schutzhülle angewiesen; häufig nutzen sie hohle Baumstümpfe zum Bau eines Nestes.

Dennoch gilt auch bei der Wespe: Die Entfernung eines solchen Nestes ist Fachleuten vorbehalten; Sie selbst dürfen nicht ohne weiteres aktiv werden – was auch aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen ist.

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Qualifizierte Schädlingsbekämpfer zum Festpreis – von Kamger.de


Ein Schädlingsbekämpfer von Kamger.de kann für die Entfernung eines solchen Nestes sorgen. Dabei beurteilt der Fachmann zunächst, ob überhaupt eine Entfernung notwendig ist.

Je nach Anbringungsort wird das Nest auch nicht einfach zerstört, sondern üblicherweise umgesiedelt.

Ihr Vorteil der Buchung über Kamger.de

Sie können einen zertifizierten und IHK-geprüften Schädlingsbekämpfer sofort und verbindlich buchen. Alternativ ist ein Rückruf möglich, um einen für Sie passenden Termin zu vereinbaren. Die Verbindlichkeit bezieht sich dabei nicht nur auf den Termin, sondern auch den Preis. Die für die Entfernung des Wespennestes anfallenden Kosten können online beglichen werden.

Welche Summe konkret zu zahlen ist, hängt von der Größe und der Erreichbarkeit des Wespennestes ab. Erfahrungsgemäß müssen Kosten zwischen 90 und 130 Euro einkalkuliert werden.

Kamger hat 4,92 von 5 Sterne | 5 Bewertungen auf ProvenExpert.com